Bilder - Aber richtig!
Fast überall im Internet sollst du dir mittlerweile ein Profil mit Foto anlegen. Doch das ist nicht ganz ungefährlich. Wir erklären dir nun, was man bei Bildern im Netz beachten muss, damit man keine böse Überraschung erlebt!
Im Internet möchte man sich möglichst interessant darstellen. Als Mädchen möchte man auf seinem Profilbild besonders hübsch aussehen oder auch besonders kreativ, vielleicht auch besonders düster (so mit verschmierter Wimperntusche und so). Als Junge möchte man vielleicht witzig sein, oder cool mit Sonnenbrille oder auch hübsch aussehen (auch mit verschmierter Wimperntusche). Kann man alles nachvollziehen und soll auch so sein. Jeder soll sich so zeigen können, wie er oder sie gern sein möchte. Keiner will euch den Spaß verderben und Fotos sind Kunst und Kunst ist ne gute Sache. Ein paar Sachen sind aber richtig wichtig, wenn man Fotos von sich ins Netz stellt.
Sei dir darüber im Klaren, dass nicht nur du und deine 987 engsten Online-Freunde die Bilder sehen, sondern auch andere, die du noch weniger kennst und auch nicht siehst. Man kann dein Bild jederzeit kopieren, bearbeiten und verfremdet wieder hoch laden. Das kann richtig blöd sein, weil es peinlich für dich ist, wenn du auf einmal als Freundin von einem hässlichen Kerl in dessen Fotoalbum bist. Es gibt aber auch noch Sachen wie "Identitätsklau" - jemand tut so, als wäre er du und legt in deinem Namen ein Profil mit Bild irgendwo an. Der kann dann dumme Beiträge verbreiten und alle sind von dir genervt. Klar, das hilft dir jetzt auch nicht weiter. Entweder du bist jetzt eingeschüchtert und willst nie mehr ein Foto von dir ins Netz stellen oder du lebst damit. Und gehst verantwortlich mit dir selbst um.
Eine Möglichkeit ist es, dein Foto ein bisschen zu bearbeiten, so dass es nicht mehr ganz so interessant für die Bilderklauer ist. Aufpassen musst du auch wegen dem so genannten Urheberrecht. Bilder, die du nicht selbst gemacht hast, gehören dir genau genommen nicht. Wenn deine Eltern oder Freunde die Fotos gemacht haben, sollte das normalerweise kein Problem sein. Aber die Fotos, die von einem Fotografen oder einem Künstler sind, darfst du nicht so einfach als Profilfoto nehmen. Das kann dich (oder besser gesagt deine Eltern) ziemlich viel Geld kosten.
Anderes Problem: Mal angenommen du bist in einem Chat und dein Chatpartner sagt, dass er voll süß und in deinem Alter ist und eine Freundin sucht, die auch ziemlich süß ist. Das heißt nicht, dass du jemandem, den du nicht kennst, ein Bikinifoto von dir schicken solltest. Denn entweder ist dein gegenüber in Wirklichkeit ein blöder Mitschüler und morgen sieht das Foto die ganze Klasse oder aber ein älterer Herr, der in seltsamen Foren in Zukunft dein Bild mit den Bildern von anderen älteren Herren tauscht. Und das wollen wir nicht, oder?!
In vielen Communities kann man Fotoalben anlegen. Verantwortlich mit deinen eigenen Bildern umgehen heißt auch, dass das gleiche für die Fotos deiner Freunde gilt. Dein Kumpel hat sich auf der letzten Party blamiert und ist kopfüber in den Topf mit roter Grütze gefallen. Lustig! Aber das geht uns da draußen im Netz nichts an. Also lass das Foto draußen. Sonst veröffentlicht er bald ein blödes Foto von dir und schon haben wir den Salat! Und auch Streit und Mobbing sind zwar leider Alltag, da solltest du aber nicht mitmachen und deinen Privatkrieg nicht über den Austausch gemeiner Fotos austragen. Auch Videos sind so eine Sache und eigentlich gilt hier dasselbe: Peinlich ist zwar manchmal witzig, aber das Netz vergisst nicht. Was man heute gut findet, ist morgen vielleicht echt ätzend und dann verfolgt einen so ein Video bis man alt und grau ist. Denn auch wenn du etwas löschst, muss das im Internet nicht zwangsläufig auch wirklich draußen sein.
Generell sollte man mit Fotos halt einfach vorsichtig sein. Wenn du Fotos mit deinem Handy machst und die sind sehr privat, geht's dir vielleicht bald wie Paris Hilton. Der wurde mal ihr Handy geklaut, dumm gelaufen, und prompt hatte jeder ihre privaten Fotos mit ihren Star-Freunden und in allen erdenklichen Posen-Peinlichkeiten. Deshalb immer gut überlegen, welche Fotos man wie mit sich herumschleppt. Dann gab es da auch noch den Fall von Disney-Star Vanessa Hudgens von der ein äußerst privates (okay, es war ein Nackt-)Foto im Netz aufgetaucht. Für die Karriere ist das nicht unbedingt das Beste. Besonders Stars leiden auch darunter, dass von ihnen im Netz Fotomontagen auftauchen. Das heißt, man nimmt den Kopf und montiert ihn dann mit einem Grafikprogramm auf einen anderen Körper. Je besser das gemacht ist und je peinlicher dann das Foto wird, desto unangenehmer ist die Sache natürlich.




