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Blinde Kuh
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Hamster Geschichten
von Isabell
Paul, ein schwarz gefleckter Hamster, ist abenteuerlustig. Eines Tages schaffte er es, sich durch die Holzstäbe seines Holzkäfigs zu fressen. Naja, Paul fiel seeeehr, sehr tief. Aber er landete wie immer auf seinen vier Pfötchen.

Paula, seine Hamsterfreundin, hatte Eisenstäbe und konnte sich deshalb nicht ausfressen. Doch da kam sein Herrchen. "Oh ?" was machst du denn, Paul, sagte Bettina. Sie nahm Paul hoch und flüsterte ihm ins Ohr: "Wir bauen dir jetzt einen riesigen Abenteuerkäfig". Dann lief sie zu ihrer Mutter und sagte: "Paul will einen Abenteuerkäfig!" So bauten sie Pauls Käfig. Das dauerte ungefähr zwei Wochen, dann war er fertig. Er war aus Eisen, riesengroß, und abenteuerlich eingerichtet.

Als Bettina Paul in seinen Käfig setzte, staunte er nicht schlecht. Bisher hatte er bei Paula gewohnt. Sie hatte einen einfachen, einstöckigen, langweilig eingerichteten Käfig, der nur aus Klo, Haus, Futter, Trinknapf und Streu bestand. Doch sein Käfig hatte Gras als Streu und zwei Etagen, mit einer wunderschönen Leiter aus Holz. Als Haus hatte er ein bunt angestrichenes Schloss. Er hatte einen Trinknapf, auf den man klettern musste, um Wasser zu trinken. Der Futternapf hatte an der rechten Seite Stufchen, die man hochklettern musste, wenn man was zu Essen haben wollte. In der unteren Etage waren ein kleiner Kletterbaum, ein Holztunnel, eine Rutsche und etwas zum Nagen. Die obere Etage ist aus pink-weißen Fliesen. Paul stürzte sich sofort auf die Rutsche.

"So was habe ich mir schon immer mal gewünscht!" Er rutschte den ganzen Tag lang. Dann, als es Abend wurde, schlurfte er mit müden kleinen Hamster-Schrittchen zu seinem Hamsterschloss. Er tapste in sein Schlafgemach und legte sich müde in sein Bett. Als er am Morgen aufwachte, war es fast wie im Traum. "Puh, ich dachte, es wäre nur ein Traum". Er kletterte auf den Futternapf, und auf den Wassernapf. Dann geht er zu dem Tunnel. Er geht zweimal durch den Tunnel, knabbert vier mal daran und legt sich in seine Streu aus Gras. Er meint: "Oh, eine wunderschöne neue Streu!" Dann kletterte er bis in die Krone seines schwankendes Kletterbaumes. "Angekommen!!" Er konnte über die ganze Wiese schauen. Dann schwankte es immer und immer mehr und Paul fiel herunter. Er brach sich dabei leider sein kleines Hamsterbeinchen. Er quiekte so laut und jämmerlich, dass Bettina rein kam. Sie nahm Paul hoch und untersuchte ihn von Kopf und Fuß. "Oje, du hast dir dein Bein gebrochen". Bettina kaufte eine extra weiche Hamsterbox und fuhr mit Paul zum Tierarzt. Beim Tierarzt angekommen, setzte sie sich auf einen freien Platz im Wartezimmer und holte Paul heraus. Paul krabbelte in Bettinas Armbeuge herum. Dann versteckte er sich, denn die Katze vom Tierarzt versuchte, an ihn heranzukommen.

Endlich wurden sie aufgerufen. Bettina stellte die Box auf den Untersuchungstisch. "Das ist ja unerhört!" fiepte Paul. Doch der Tierarzt lockte ihn mit einer Multivitaminpaste heraus. Dann wurde sein gebrochenes Beinchen eingegipst und der Doktor sagte irgendetwas von: "Extra-Hamster-Kur am Strand - Ohnemöwen". Bettina nickte und sagte irgendetwas mit "Käfig umwandeln". Dann bekam Paul ein Hamster-Brecki und Bettina hob Paul wieder zurück in seine Box.

Dann fuhren sie nach Hause. Als sie zu Hause waren, rief Bettina sofort den Hamster-Versicherungs-Dienst an. Der kam dann 10 Minuten später und baute aus Pauls schönem Abenteuerkäfig einen ungefährlichen Un-Abenteuerkäfig. Kurz gesagt: Paul fand den Käfig Schei... , "Essen!" rief Bettina und kam ins Hamsterzimmer. Paul lag im Hamsterkäfig, der mittlerweile ein Krankenhaus war. Und im Krankenhaus lag Paul. Bevor ich es nun noch komplizierter mache, gucken wir mal lieber, was Paul zu Essen be... .... kommt ...... bestimmt nichts Gutes! Paul bekam Linseneintopf. Ich persönlich sage dazu: "IGITT!!"

Kommen wir aber nun wieder zu unserem Patienten Paul. Bettina sagte gerade: "Paul, schön auffressen, und dann gibt es noch einen Teller zum Nachtisch". Paul fiebte jämmerlich. Da kam seine Freundin Paula mit ihrem Herrchen Melina zu Besuch. Damit war Paul vor dem Eintopf gerettet. Paul und Paula kletterten gerade in einer Schüssel herum, als es Eintopf regnete. Paula stöhnte: "Ich wusste doch, dass es keine so gute Idee von dir war, in so einer komischen Schüssel herum zu klettern". Doch schon schwammen sie in einem Schwimmbad voll Eintopf. "Wie ärgerlich!!!" ärgerte sich Paula, ich habe meine Badekappe zu Hause vergessen! Paul redete Paula ein, dass der Eintopf eklig sei, und Paula glaubte ihm. Also fiepten sie laut um Hilfe. Bettina kam, aber sie bemerkte fast nicht, dass Sylvia, die Mutter von Bettina, Eintopf in die Schüssel gegossen hatte. Also musste Bettina eine Hamster- Rettungsaktion starten.

Jetzt hast du wenigstens deinen Eintopf gegessen. Paul war jetzt wieder ein wenig gesünder. Drei Wochen später war Paul gesünder denn je. Er jubelte: "So gut ging es mir noch nie". Dann stöhnte er noch hinterher: "Es würde mir noch besser gehen, wenn mein Käfig wieder abenteuerlich eingerichtet werden könnte". Bettina hörte Paul und rief den Hamster-Verkäfigungs-Dienst an. Der baute Pauls Käfig wieder um. "Wiedersehen"! und "Danke für die Hilfe, den Käfig wieder umzubauen", rief Bettina dem Hamster-Verkäfigungs-Dienst noch hinterher.

Paul freute sich riesig über den neu gestalteten Käfig und wollte auch gleich hinein. Er war ganz anders als der alte Käfig, sogar super-mega- anders. Er gefiel Paul jetzt sogar noch viel besser, als sein erster Käfig, aber das war ja auch kein Wunder. Bettina gefiel der Käfig auch sehr. Sie hob Paul hinein und Paul probierte alles nacheinander aus. Paul machte es sich in seiner neuen Streu gemütlich und knabberte an seinen kleinen Pfotennägeln. Hhhh ! So gehts !!! Er klingelte mit seinen Pfötchen an einer Glocke und Bettina kam mit einem Kuchen und vielen kleinen Törtchen herein. Sie lud alles in den Käfig und dann lag Paul auf dem Kuchen und war über und über mit Schokolade bedeckt, und ein Lied hat er auch gedichtet: "Lecker lecker lecker, lecker lecker leck, lecker lecker leck, lecker lecker lecker, lecker lecker leck". Aber irgendwie war das Lied langweilig und so dichtete Paul es um in: Alle meine Entchen, schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh! Aber da kam Bettina herein und sagte: " Hamster-Badetag !" " Och nööööö, " fiepte Pau. Aber ehe er sich versah, saß er schon in seiner Extra-Hamster-Mobilfunkt-Badewanne.

Bettina ließ Wasser ein und Paul hörte Radio und ließ sich von einer elektrischen Hand den Rücken kraulen. Außerdem überhäufte ihn die Badewanne mit Muffins. Wie schööööööön!!Am nächsten Tag ist in Pauls Hamsterschule Sankt Martin. Paul bastelt sich eine Laterne, die aussieht wie die Sonne. Dann geht er mit den vielen, vielen, vielen Freunden Laterne. Paul findet das sonst immer langweilig, aber heute ist er endlich dran. ENDLICH !!! Und zwar HEUTE !!!! Ihr wisst jetzt bestimmt nicht, was ich meine, aber HEUTE darf Paul endlich auf Sankt Martins Pferd mitreiten. Seine Lehrerin, Frau Nagetier, half ihm auf das Pferd. Dann ritt er los. Dem Laternenzug voran. Das ist vielleicht ein tolles Gefühl, aber es wäre noch besser, wenn ich etwas zu fressen hätte. Und schon kam Frau Nagetier und brachte ihm Törtchen. "TYPISCH", dachte Bettina und ging zu Paul und nahm ihm das Törtchen aus der Hand, das er gerade ins Mäulchen stecken wollte. Stattdessen landete es bei Bettina in der Hosentasche. Und wie es weitergeht, verrate ich in einer neuen Folge von .... Hamstergeschichten!!

Ende

 
 
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